Kooperationen

Unternehmenswachstum im Verbund

Die Selbstständigkeit als Einzelunternehmer hat Vorteile, zum Beispiel einen geringeren Gründungsaufwand, überschaubare Verwaltung, Flexibilität und Unabhängigkeit. Andererseits fällt es vielen Entrepreneuren schwer, über längere Zeit auf den persönlichen Austausch zu verzichten. Auch die Chancen, an größere Projekte heranzukommen, sind begrenzt.

Eine gute Möglichkeit, eigenständig zu bleiben und trotzdem die Vorteile einer Mehrpersonen-Firma zu nutzen, bieten Kooperationen. Alle Partner bleiben rechtlich und steuerlich selbst- und eigenständige Unternehmer. Sie zeichnen nur verantwortlich (und haften) für die Leistungen, die sie in einer Kooperation erbringen.

Klären Sie für sich:

  • Was ist Ihre persönliche Motivation: Warum wollen Sie mit anderen Unternehmern kooperieren?
  • Welche Kompetenzen und Kapazitäten können Sie einbringen? Was erwarten Sie von Ihren Kooperationspartnern?
  • Welche Ziele verfolgen Sie bisher? Was verändert sich durch die Kooperation?

Die richtigen Partner

Gelegenheit zu Kontakten finden Sie bei:

  • Berufsverbänden und Netzwerken
  • Kontaktbörsen der Kammern
  • Freelancer-Börsen im Internet
  • Fachmessen und Ausstellungen.

Aber vielleicht kennen Sie Ihre/Ihren potenziellen Partner bereits. Dann können Sie gleich ins Gespräch einsteigen und folgende Punkte klären:

  • Welche Motivationen, Kompetenzen und Kapazitäten haben die Beteiligten?
  • Gibt es bereits ein konkretes Projekt oder einen Auftrag, den Sie als Team akquirieren wollen?
  • Soll es sich um eine Projektkooperation (Start-/Endtermin fixiert) handeln oder planen Sie eine laufende Zusammenarbeit?
  • Wenn finanzielle Investitionen erforderlich sind: Verfügen alle Partner über die erforderliche Liquidität?

Voraussetzung ist, dass die Verbindung sowohl wirtschaftlich als auch fachlich sinnvoll ist. Zusammen sollte für alle mehr möglich sein als im Alleingang.

Tipps für einen Erfolg versprechenden Start Ihrer Kooperation

Lassen Sie sich bei der Erarbeitung des Kooperationsprofils von einem externen Coach unterstützen. Eine neutrale Person kann besser auf die Partner eingehen und Probleme aufdecken.

Fixieren Sie die Bedingungen (Motivation, Ziele, Kunde/n, Auftrag, Qualifikationen, Aufgaben, Honorare und Konditionen, Termine und Fristen) gemeinsam und schriftlich. Lassen Sie diesen Entwurf anschließend von einem Anwalt ausformulieren. Starten Sie erst nach der Unterzeichnung des Vertrages durch alle Kooperationspartner.

Legen Sie einen internen Stundensatz fest, nach dem Sie den laufenden Administrationsaufwand abrechnen. Idealerweise leistet jeder Partner zur Deckung einen Pauschalbetrag auf ein Projektkonto.

Kommunizieren Sie: Etwa über eine geschützte Website mit allen Jobprofilen. So lassen sich die Aufgaben darstellen. Wichtig sind Meetings - im feststehenden Turnus und mit klarer Tagesordnung - um offene Punkte zu klären. Wie oft diese stattfinden, hängt von der räumlichen Nähe der Partner ab.

Wir empfehlen, auch bei einer langfristig angesetzten Zusammenarbeit, interne "Kündigungstermine" zu setzen. So müssen alle Partner ihre Entscheidung für die Kooperation (zum Beispiel ein Mal im Jahr) überdenken. Sie erreichen einen Schnitt für diejenigen, bei denen sich die Ziele verändert haben.