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Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2009 Wirtschaft, Umwelt, Wohnungswirtschaft und Bildung in Deutschland mit 50,9 Mrd. EUR (Vorjahr 45,4 Mrd. EUR) gefördert und erzielt damit das höchste inländische Fördervolumen ihrer Geschichte. Allein im Bereich der gewerblichen Wirtschaft hat die KfW 23,8 Mrd. EUR aufgebracht, den weit überwiegenden Teil für kleine und mittelständische Unternehmen. Einen wesentlichen Beitrag leistete hierzu das zu Beginn des Jahres 2009 gestartete KfW-Sonderprogramm mit Kreditzusagen von insgesamt 7,2 Mrd. EUR bis zum Jahresende. Von den knapp 2.500 zugesagten Krediten aus dem KfW-Sonderprogramm entfielen rund 94% auf mittelständische Unternehmen.
Neben der Unterstützung des Mittelstands und dem Kampf gegen die
Folgen der Rezession bildete der Klima- und Umweltschutz den
wichtigsten Förderschwerpunkt. So förderte die KfW im Rahmen ihrer
Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren die
Verbesserung der Energiebilanz von Wohngebäuden und die Reduktion
von CO2-Emissionen mit insgesamt 8,9 Mrd. EUR und leistete damit
einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der
Bundesregierung.
Für Investitionen in den Klima- und Umweltschutz im In- und Ausland
vergab die KfW insgesamt 19,8 Mrd. EUR. Dies entspricht nahezu
einem Drittel des gesamten Fördervolumens der KfW Bankengruppe.
Allein in Deutschland hat sich hier das Fördervolumen gegenüber dem
Jahr 2008 von 12,6 Mrd. EUR auf 16,5 Mrd. EUR erhöht
(+31,0%).
Während das inländische Fördergeschäft gegenüber dem Jahr 2008 um 12,1% gestiegen ist, hat die globale Finanz- und Wirtschaftskrise Auswirkungen auf das Ergebnis der weiteren Geschäftsbereiche. Das gesamte Geschäftsvolumen der KfW Bankengruppe für das Jahr 2009 liegt mit 63,9 Mrd. EUR gleichwohl in Sichtweite des Vorjahresergebnisses (67,8 Mrd. EUR).
Der Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank hat im Jahr 2009 ein Fördervolumen von 23,8 Mrd. EUR und damit eine Steigerung um 40% erzielt. Getrieben wurde dieses deutliche Wachstum vor allem durch die stark gestiegenen Finanzierungen von Gründungen und allgemeinen Investitionen einschließlich des KfW-Sonderprogramms (+49% auf 15,5 Mrd. EUR). Auch die Finanzierungen von gewerbli-chen Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz sind deutlich von 5,7 auf 7,0 Mrd. EUR gestiegen (+22,8%). Mit einem Zusagevolumen von 7,2 Mrd. EUR im Jahr 2009 hat das KfW-Sonderprogramm einen elementaren Beitrag zur Sicherung der Finanzierung des Mittelstandes geleistet. Rund 94% aller Zusagen gingen an mittelständische Unternehmen. Den Schwerpunkt bildete dabei die Förderung von Betriebsmittelfinanzierungen als Liquiditätsunterstützung in der Krise: Auf sie entfielen 70% der Zusagen. Mit der im September eingeführten Programmvariante ‚Globaldarlehen’ wurden im Jahr 2009 Verträge mit zwei Kreditinstituten über insgesamt 1,5 Mrd. EUR abgeschlossen.
Im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank ist das gesamte Fördervolumen um 8,1% auf 16,1 Mrd. EUR gestiegen (2008: 14,9 Mrd. EUR). Die Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren verzeichneten eine deutlich gestiegene Nachfrage, was zu einem Rekordzusagevolumen von 8,9 Mrd. EUR führte. Das Zusagevolumen des Vorjahres (6,3 Mrd. EUR) wurde damit um 41,3% übertroffen. In der Bildungsfinanzierung konnte das Zusagevolumen von 1,3 Mrd. EUR auf 1,7 Mrd. EUR deutlich gesteigert werden. Dies ist auf verbesserte Rahmenbedingungen in der beruflichen Bildungsför-derung sowie auf eine höhere Nachfrage nach individuellen Bildungs-finanzierungen wie den KfW-Studienkredit zurückzuführen.
Im Geschäftsbereich KfW Kommunalbank konnte das Direktgeschäft der Kommunalfinanzierung nicht zuletzt durch die ‚Investitionsoffensive Infrastruktur’ (Konjunkturpaket I) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Nachdem die Nachfrage im 1. Halbjahr zurückhaltend war, zog sie in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich an. Demgegenüber ist das Volumen der allgemeinen Refinanzierung der Landesförderinstitute (LFI) spürbar zurückgegangen, so dass das Gesamtvolumen des Geschäftsbereichs bei 9,4 Mrd. EUR (Vorjahr 11,6 Mrd. EUR) liegt.
Der Geschäftsbereich Entwicklungs- und
Transformationsländer hat im Jahr 2009 Finanzierungen in
einem Umfang von insgesamt 4,5 Mrd. EUR zugesagt und damit das hohe
Niveau des Vorjahres (4,9 Mrd. EUR) leicht unterschritten. Auf die
KfW Entwicklungsbank entfiel dabei ein Zusagevolumen von 3,5 Mrd.
EUR (Vorjahr 3,6 Mrd. EUR). Neben den Mitteln aus dem
Bundeshaushalt hat die KfW hier 1,9 Mrd. EUR eigene Mittel für
Projekte eingesetzt, was einem Anteil von 54,3% an den gesamten
Zusagen der KfW Entwicklungsbank entspricht. Mit ihren eigenen
Mitteln leistet die KfW einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung
des als "Official Development Aid" (ODA) anerkannten
Zusagevolumens. Die Zusagetätigkeit des KfW-Tochterunternehmens DEG
hat sich nach einem infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise
schwachen ersten Halbjahr deutlich belebt. Dennoch liegen die
Zusagen zum Jahresende mit 1,0 Mrd. EUR unter dem entsprechenden
Vorjahreswert von 1,2 Mrd. EUR. Besonders erfreulich ist, dass mit
266 Mio. EUR das größte Volumen in der Geschichte der DEG für
Investitionen in Afrika bereitgestellt wurde.
Mit einem Neuzusagevolumen von 8,9 Mrd. EUR im Geschäftsbereich
Export- und Projektfinanzierung hat sich die KfW
IPEX-Bank in einem sehr schwierigen Marktumfeld als verlässlicher
Finanzierungspartner der deutschen wie auch der europäischen
Wirtschaft bewährt. Im Vergleich zum Ausnahmejahr 2008 17,6 Mrd.
EUR ist das Zusagevolumen 2009 wie erwartet deutlich geringer
ausgefallen. Bedingt durch die Wirtschaftskrise sind
Investitionspläne der Unter-nehmen im In- und Ausland in
erheblichem Umfang zurückgestellt worden und die Kreditnachfrage
hat sich signifikant vermindert. Die KfW IPEX-Bank hat darüber
hinaus in vielen Fällen Unternehmen bei der Umstrukturierung und
Stundung ihrer Fälligkeiten unterstützt und damit vielfach den
Unternehmens- und Arbeitsplatzerhalt gesichert.
In einer schwierigen Verfassung befindet sich weiterhin der
Verbriefungsmarkt. Insbesondere aufgrund des nach
wie vor fehlenden Vertrauens der Investoren ist das Zusagevolumen
bei der Kreditverbriefung mit 1,5 Mrd. EUR unter dem Niveau des
Vorjahres (1,9 Mrd. EUR) geblieben.
Zur Refinanzierung ihres Geschäfts hat die KfW im Jahr 2009 Mittel
in Höhe von 74,7 Mrd. EUR (Vorjahr 75,3 Mrd. EUR) an den
internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Sie hat damit trotz
schwieriger Rahmenbedingungen ihr angekündigtes Emissionsvolumen
realisiert und den Stresstest "Refinanzierung in der
Finanzmarktkrise" bestanden. Für das Jahr 2010 plant die KfW ein
Refinanzierungsvolumen im Umfang von 70-75 Mrd. EUR.
28. Januar 2010